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Open city, Open - Mics

Sonntag. Wieder Zuhause. Schon lange. Seit fast einer Woche. Brauchte ein bisschen um die Wehmut zu verdauen. So wunderbar waren die Tage in Berlin. Rumflitzen mit der U-Bahn, Spazieren in den Pärken, ein bisschen Sight-Seeing und (Er)Staunen über die unglaubliche Geschichte der DDR und der Mauer. Dann immer wieder Kontakte mit musikbegeisterten Leuten. Sie trieben sich überall rum! Zuhause in der WG, an den Open-Mics, am Konzert...

Nun der Reihe nach. Das Open-Mic im Dodo verlief so lala. Die Location präsentierte sich für einmal nicht so hip, eher etwas spuntenmässig. Leute kamen viele, anscheinend immer, um dem Open-Mic beizuwohnen. Es spielten fünf Acts, zwei Bands, drei Einzelkünstler*innen, naja, ich als einzige Frau. Fühlte mich nicht überaus wohl an diesem Abend und durch die Beizenatmosphäre gelang es mir nicht so gut, voll bei mir zu sein. Es hatte sehr gute Musiker dabei. 

 

Anyway. Am Samstag ging ich mit den WG-Mitbewohnern Töbel's an ein Konzert der Band Shoshin im Cassiopeia, einem alternativen Club. Es war der Hammer. Habs so genossen. Die Atmosphäre fühlte sich so frei an. Es ist egal, wer du bist, wie du aussiehst, wen du liebst...Ältere Männer in Hemden gehen pogen sowie auch die brav aussehenden Mitbewohner scheinen wie verwandelt. So cool. Einen Club weiter tanzen schöne Frauen zu Heavy Metal und alle singen mit. Disorder, disorder! Nein, für mich eher What A Wonderful World!

Abgehen zu Heavy Metal
Abgehen zu Heavy Metal

Und so neigt sich die Reise dem Ende zu. Am Sonntag besuche ich ein letztes Open-Mic mit Töbel zusammen. Kindl Stuben im Teil Neukölln, wo wir auch das erste Open-Mic abklapperten. Es war Sonntagabend, die U-Bahn voll von Leuten und das Kindl Stuben auch. An solche Sonntage könnte ich mich direkt gewöhnen, so fällt irgendwie die Schwere weg. Auf jeden Fall meldete ich mich dann bei der Power-Amerikanerin, die das Open-Mic organisierte und kam auf die Liste. Jede und jeder von uns durfte zwei Songs spielen. Puh, das konnte ja noch lange dauern. Aber das wurde jetzt durchgezogen. Auch hier performten wunderbare Künstlerinnen und Künstler auf einem mega Niveau. Unglaublich. Und dieses Mal auch viele Frauen. Singer-Songwriter aus aller Welt schien es, hatten den Weg hierhin gefunden. Und das Publikum lauschte still. So schön. Als ich an der Reihe war, wurde ich gefragt, ob Leni von Marlene kommt ;). Dieses Mal konnte ich viel mehr eintauchen und geniessen. Ein schöner Abschluss. 

Die Zugfahrt zurück verbrachte ich mit Lesen und über das Leben Sinnieren. Wenn ich doch die Arbeit mit den Kindern so liebe, kann ich doch getrost noch ein paar Stunden mehr in einem Kindergarten arbeiten. Und das werde ich morgen in Angriff nehmen. Ich freue mich. 

Am Donnerstag steht ein Konzert im Meyer am Bundesplatz in Luzern an. Huhuu.

Auch hier gibt es kreative Leute. Gestern im Bettstatt fand ein mega schönes Konzert von zwei Singer-Songwritern aus Irland statt. Und die Magie war wieder da. Zum Glück wird man davon immer so schnell infiziert. Katie O'Connor tourt mit einem Freund, Steven Sharpe durch Deutschland und die Schweiz. Nachdem sie Irland verliess, spielte sie oft auf der Strasse und bewegte sich in einer Stadt: Berlin.

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